Mittwoch, 10. Januar 2018

die Ersten in diesem Jahr ..................

Ja, das ist wieder so ein besonderer Moment im Laufe eines Jahres, das ja jetzt, im Januar, noch sehr "jung" ist: gestern hab ich die ersten MAGNOLIEN-ZWEIGE in diesem Jahr geschnitten. Für mich beginnt das eigentliche Gartenjahr jedes Jahr aufs Neue, dass ich mir die ersten Magnolienzweige ins Haus hole.
 

Und dieses Jahr fällt die "Ernte" wohl recht reichlich aus, denn im letzten Sommer hatte es ausreichend geregnet, dass die Magonlienbäume auch entsprechend viele Blüten ansetzen konnten.



Das ist nicht jedes Jahr so! 2016 war bei uns der Sommer extrem trocken gewesen und da half auch alles zugiessen nichts - die Bäume hatten kaum Knospen angesetzt.
Dazu kommt in diesem Jahr noch, dass die Bäume dringend in der Höhe stärker gekappt werden müssen. Denn was haben wir davon, wenn später die Blüte in 8m Höhe stattfindet und man von unten dann kaum was sieht und die Bäume unten herum dann auch verkahlen.
Ich liebe ja diese Blütenknospen SEHR - der feine Pelz, mit dem die Schalen besetzt sind, um die zarten weißen Blüten vor der Kälte etwas zu schützen.



Und ich war verblüfft: in dem weißen Beet vor dem Teich, in dem die Magnolienbäume stehen, zeigen sich am Boden sogar schon die Schneeglöckchen - zumindest die Blattspitzen sind schon etwa 5-10 cm draussen. Also wird es höchste Zeit, die Magnolienbäume zu beschneiden, denn später würde ich ja die Schneeglöckchen platttreten.
Und so bin ich mit entsprechendem Werkzeug "bewaffnet" gestern in den Garten - und wer war dabei? Natürlich die ganze Fellträger-Bande.



Anfangs stürmen sie ja dann immer wie die "Kaputten" in den Garten - als wenn sie allen Nachbarn, allem Getier, was sich eventuell in der Nähe des Gartens aufhält, genau erklären müßten, dass das ihr Revier ist. Und ja, auch so manche Zankerei wird dann erstmal ausgetragen - man kann es wohl vergleichen mit Kindern, die auf den Schulhof in der großen Pause stürmen. Da wird gebufft, gerangelt und auch gezankt - wie hier zwischen Yildiz und Mr.Gin.

 

So jung Yildiz noch ist - aber die läßt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Das erstaunt mich immer wieder!



Sie ist so eine feine, sanfte Riesin. Wenn ich z.B. im Büro am Rechner sitze, kommt sie langsam und kaum hörbar zu mir, stupst mich ganz zart mit ihrer großen kalten Nase. Man kann diese Sanftheit kaum beschreiben - dabei strahlt sie dann eine solche Ruhe aus, die sich SOFORT auch auf mich überträgt. Und wenn ich dann meinen Kopf ihrem Kopf entgegenbeuge, stupst sie mir auf die Nase. Schließt geniesserisch dann die Augen, wenn ich ganz leise mit ihr spreche - ja, in vielen Verhaltensweisen erinnert sie mich dann an meine alte Usca und mir krampft sich dann das Herz und die Augen beginnen zu brennen.



Im Moment scheint die Maus mal wieder in einer Wachstumphase zu sein - denn zur Zeit ist das Hinterteil deutlich höher als der vordere Teil vom Körper. Inzwischen ist aber die Rute soweit ausgeprägt, dass sie sie fast nur noch eingerollt trägt. Wenn sie irgendwann ausgewachsen ist, wird sie die Rute nicht mehr ausgestreckt dann tragen können.



In diesem Jahr ist ja noch alles neu für sie - was hat sie gestern über den spiegelglatten See gestaunt. Und nein, sie hat sich ZUM GLÜCK auch nicht raufgetraut! Sie wiegt jetzt fast 40 kg - dieses Gewicht hätte die Eisdecke noch nicht halten können!



UND: meine "Rechnung" ist aufgegangen! Sie spielt so oft mit Nanni. Die beiden kommen richtig gut miteinander aus. Beide haben ja eher ein sanftes Gemüt. Sind die Ruhe in Person. Und haben zuviel jugendliche Kraft, die sie gerne aneinander messen. Es sieht schon imposant aus, wenn sich zwei solch große / schwere Hunde dann miteinander balgen. Und es ist verblüffend: sie wissen ihre Kräfte dann gut einzuschätzen - es hört sich oft wild an, aber Blessuren gibt es keine! Und wenn sie dann beide etwas entdecken, sichern sie gemeinsam.




Die alte Bulinka, die derzeit eine der ältesten Mädels im Rudel ist, geht eher ihre eigenen Wege.



oder ist so nah bei mir, dass Fotos garnicht erst entstehen können.
Im Moment ist es bei uns ansonsten recht unspektakulär, was ich auch mal ganz angenehm finde. Alle sind soweit wieder fit und erfreuen sich eines gemütlichen Lebens!



Man sieht also, es ist zwar immer was los - aber zum Glück nicht nur dramatische Vorkommnisse. Und ja - as geniesse ich derzeit SEHR!
Macht es Euch kuschelig und genießt die schönen Momente - Eure Jacqueline
 

Dienstag, 9. Januar 2018

wo ist er denn hin? - ja, es gibt "ihn" noch!........................

Na, das war eine Aufregung die letzten Tage! Bereits in der letzten Woche kam der Held mit der Frage: sag mal, was ist denn mit dem Blog los? - wie, was ist mit dem Blog los? Was soll damit sein?................na, ich kann ihn nicht mehr aufrufen ..........ich bin also ins Büro an den Rechner: alles lief wie immer...............ich versuchte es über das Handy: alles lief wie immer!.............na, wer weiß, was Du da aufgerufen hast!



Ich war beruhigt. Dann hab ich einen weiteren Post geschrieben und in FB geteilt. Da kamen die ersten Kommentare: HILFE, ich kann Deinen Blog nicht mehr aufrufen, was ist denn mit Euch los? ..................na, NICHTS ist los - bei mir läuft alles normal. ..........auch andere Mädels kommentierten, dass sie keine Probleme haben, den Blog aufzurufen.
 

Gestern dann, kamen zig Mails von Kunden, die auch Leser im Blog sind: Frau Donner, was ist denn los? WO ist der Blog? WAS IST mit dem Blog? Aber ausser beschwichtigenden Antworten konnte ich mir das Malheur auch nicht erklären. Durch Zufall entdeckte ich dann, dass ich im Shop noch einen veralteten Link eingestellt hatte, der mit http anstatt mit https begann. Also hab ich das flucks geändert - dachte natürlich: Nun geht ER / der Blog wieder - zumindest, wenn man über denShop in den Blog geht...................wieder NICHTS. Es ging NICHTS.
 

Langsam bin ich dann verzweifelt. Hab eine liebe Freundin angeschrieben, ob es vielleicht an Blogger liegen würde. Denn sie / Karen Heyer war mit ihrem Blog  ALLEGRIAS LANDHAUS vor einiger Zeit zur Wordpress umgezogen, weil sie mit Blogger nicht mehr zufrieden war. Ich selbst hatte auch schon einige Zeit drüber nachgedacht. Aber ich bin wohl ein Gewohnheitstier: solange der Leidensdruck nicht hoch genug ist, änder ich auch nichts - ganz nach dem Motto: NEVER CHANGE A RUNNING SYSTEM. Und das schien mir nun auf die Füße zu fallen.



Karen versuchte auch verschiedene Möglichkeiten, erklärte mir, mit welchem Browsern der Zugriff möglich war - wir wollten heute mal miteinander sprechen, wie ich / wir meinen Umzug mit dem Blog zu Wordpress organisieren könnten.



Und heute morgen kam dann die retttende Nachricht von Ihr: Du MUSST das DAWANDA-WIDGET entfernen - dann funktioniert auch alles wieder. Na, das hab ich natürlich stante pede gemacht. Denn Karen hatte im Netz herausgefunden, dass auch andere Blogger, die einen Widget von DAWANDA eingebunden hatten im Blog, genau die selben Probleme hatten wie ich mit dem Blog. Was war ich erleichtert! Was bin ich Karen für die Nachforschungen dankbar! Ich hätte mich im Netz dusselig gesucht. Hätte vermutlich alles gefunden, was ich NICHT wissen will - aber garantiert nicht die Problemlösung.



Was FREUE ich mich grad. Hatte ich doch solch eine Panik, dass der Blog plötzlich komplett im Nirvana verschwinden würde. Aus, puff, weg..........................und ja, ich hänge an dem Blog - zeigt er doch die vergangenen Jahre unseres Lebens. MEIN virtuelles Tagebuch. Und es ist wohl mit allem so: solange alles funktioniert, läuft, still und leise vor sich hinplätschert, merkt man garnicht, wieviel es einem tatsächlich bedeutet. Erst, wenn man sich sorgt: was ist, wenn alles weg ist, dann merkt man, WIE WICHTIG einem etwas ist!



Übrigens: für diesen Post jetzt hab ich "alte" Fotos genommen, die ich bereits vor ein bzw. zwei Jahren im Frühjahr geschossen hatte. Aber ich finde: ein wenig frühlingshaftes tut uns allen gut, wenn es draussen noch so schnatterkalt ist. Und kalt ist es hier bei uns tatsächlich geworden!



Paßt gut auf Euch und alle, was Euch wichtig ist, auf - Eure Jacqueline
 

Sonntag, 7. Januar 2018

so ganz langsam.................

ja, so ganz langsam ziehen auch im Ladenhaus die ersten Vorboten des Frühlings ein!



Wir wohnen ja hier etwas abseits vom "Schuß" - da ist es leider nicht möglich, mal eben "husch" auf den Blumengroßmarkt zu fahren. Vor ein paar Wochen kam ich mit einer lieben Freundin ins Gespräch, die Floristin in Süddeutschland ist, und von Ihr bekam ich den Tip für einen Pflanzenversender, der eben Großabnehmer & Floristen beliefert. Und frisches Grün / Blumen brauchen wir im Ladenhaus ja IMMER.




Im Sommer können wir uns selbst mit Blumensträußen aus dem Garten oder aus den Wiesen versorgen und wie oft schon waren Kunden bei uns im Laden, die zuguterletzt dann auch noch einen solchen Blumenstrauß dann mitgenommen haben. Aber im Winter ist das leider nicht möglich, dass wir uns im Garten mit solchen Mengen selbst eindecken können - schon garnicht in den gebrauchten Mengen. Wie schön war es da, als die Lieferung am Freitag vom  Großhändler hier eintraf - das war wie "Weihnachten"!



Und so konnte ich in Frühlingsblumen schwelgen - sie in Hülle und Fülle im Ladenhaus verteilen. Sie in Tigel und Töpfe setzen.



Entsprechend sah der Arbeitsbereich im Eingangsraum auch aus - ich hab das einfach mal "kreatives Chaos" genannt.



Und was nicht so schnell verteilt werden kann, steht kühl auf den Treppenstufen im Windfang. Weiße Duft-Narcissen, weiße Perlhyazinthen, "normale" weiße und blaue Hyazinthen
.


Und ich war verblüfft: die ersten Kunden gestern an unserem verkaufsoffenen Samstag nahmen gleich ein paar Frühlingsblüher auch noch mit!



Bereits als junges Mädchen hatte ich mal drüber nachgedacht, Floristin zu werden - leider waren meine Eltern damals dagegen: "Kind", das ist ein Beruf, wo Du immer schmutzige Hände hast, in kalten Räumen arbeiten musst und mehr als einen Blumentopf kannst Du damit nicht verdienen - lerne doch was "Vernünftiges".........
 

Schade, dass ich damals auf meine Eltern gehört hab, mich nicht durchsetzen konnte und einen Beruf erlernt hab, der mir NIE Freude gemacht hatte. Floristik wird nie ein "Hauptstandbein" für mich werden - aber als kleines Schmankerl / als Ergänzung zu unserem Programm macht es wirklich Freude!



Im rustikalen Raum, hab ich die abgenadelte Tanne aus der Weihnachtszeit einfach stehen gelassen - sie mutierte kurzerhand zum "Eierbaum".



Sonst waren es immer nackige Buchensetzlinge gewesen, die wir mit Eiern behängt haben. Und an sich ist das ganz einfach: Man nimmt ein ausgepustetes Ei, steckt in das Loch einen Anhänger, wie man sie sonst für den alten Christbaumschmuck verwendet, und hängt die Eier an einem feinen Drahthaken ins Geäst. Ich finde, das wirkt wesentlich "edler" als einen Bindfaden im Ei zu befestigen.



Ich wünsche Euch allen morgen einen guten Wochenanfang - Eure Jacqueline
 

Montag, 1. Januar 2018

welcome 2018

Ich weiß nicht, wie es Euch geht - ich persönlich mag Sylvester nicht besonders. Besonders diese Knallerei mag ich nicht - die hab ich noch nie gemocht. Dazu immer die gleiche Frage: was machen wir an Sylvester, weil es doch sooooooooooo ein besonderer Tag ist?!? Je älter ich werde, desto mehr hab ich die Einstellung: Feiern kann ich immer - das ganze Jahr über. Dafür braucht es keinen bestimmten Anlass. Was ich aber mag, ist das Jahr hinter sich zu lassen. Denn im Laufe der Monate füllt sich ein Jahr ja nicht nur mit schönen Erlebnissen, sondern auch mit traurigen oder gar ärgerlichen Ereignissen. Und da ist es doch ein schönes Gefühl, zu sagen:



Wenn man dieses GOOD BYE dann auch noch friedlich, ruhig und im Kreis der Menschen begehen kann, dann finde ich, ist es besonders schön! Die Tochter mit Enkelsohn waren hier und wir haben das Jahr sehr gemütlich ausklingen lassen. Haben lecker gegessen, beisammengesessen, haben gelacht, diskutiert, über manches Erlebte nachgedacht und konnten um Mitternacht sehr entspannt sagen, wir legen das beschriebene Blatt Papier für 2017 weg und sagen WELCOME 2018:



Ich bin gspannt, was das kommende Jahr an Ereignissen und Erlebnissen für uns bereit hält. Ich hatte schon in FB kurz geschrieben: ein Neues Jahr ist wie ein weißes Blatt Papier, dass im Laufe eines Jahres mit vielen kleinen und großen Ereignissen beschrieben wird. Na, dann wollen wir mal loslegen!



Bei uns wird traditionell schon in der Jahreswechesel-Woche begonnen, zu entweihnachten. Manchen mag das verwundern, aber ich bin schon jobbedingt ab dem Spätsommer von Weihnachtsschmuck umgeben. Da ist es selbst für mich dann doch sehr erfrischend, alles Stück für Stück wieder mal zu verstauen, verräumen und dann eben die luftigen Räume und Bereiche zu geniessen.



Natürlich klappt es nicht, alles auf einmal abzubauen und wegzupacken. Und manches finde ich auch in den ersten Januar-Wochen noch sehr schön / passend. Wie z.B. die Hohlglasketten an den Schneiderbüsten - mindest so lange, bis ich eine neue Idee hab, was sie als Schmuck um den Hals bekommen sollen!



Genauso wie die Ketten am alten Schlüsselbrett - ich finde dieses "Bild" so wunderschön, dass ich es gerne noch ein paar Tage geniessen möchte.
 

Und natürlich auch die großen Metallsterne! Die sind für mich ohnehin nicht Weihnachten - also dürfen sie noch eine Weile bleiben!



Der Esstisch ist derzeit ganz schlicht mit einem übergroßen Futtertrog bestückt, in dem Topf an Topf Hyazinthen stehen. Die hatte mir der Held in der Jahreswechsel-Woche mitgebracht.



Und ich weiß nicht, ob ich mir das nur einbilde, aber mir kommt es so vor, als würde sich bereits das Licht wieder ändern. Als würde es wieder "heller" werden - kaum merklich aber immerhin!



Das empfinde ich ja auch als Phänomen: je älter ich werde, desto intensiver erlebe ich die Jahreszeiten, die kleinen Vorboten der verschiedenen Jahreszeiten oder eben auch das besondere Licht oder Geräusche in der Natur, die zu den Jahreszeiten gehören. z.B. das man wieder vermehrt die Vögel zwitschern hört.



Ich möchte mich aber trotzdem noch für ein tolles gemeinsames vergangenes Jahr 2017 bei Euch allen bedanken - bei den Lesern des Blogs genauso wie bei unseren Kunden. Und vor allem, habt alle ein gutes Neues Jahr! Dass auch Eure jetzt noch unbeschriebenen Jahresseiten nur mit schönen Erlebnissen in 2018 beschrieben werden! - Eure Jacqueline

 

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Ein "Wurfteil"-DIY.......................


Geht es Euch auch so, dass Ihr Euch so schwer tut, etwas Altes wegzuwerfen?  Also mir geht es immer wieder so - vor allem, wenn es um altes Holz oder Textilien bzw. antikes Leinen geht. Und wer näht, der weiß, es bleiben IMMER Reste übrig.



Und ich nähe wirklich viel - zumindest in der kalten Jahreszeit. Und in den letzten Tagen erst recht, da ich ja draussen nicht allzu viel machen konnte.



Größere Resttücken sammle ich auf einem Haufen - aus denen können ja noch gut Sterne oder Herzen werden oder auch Säckchen für getrockneten Lavendel. Und dann gibt es da noch die "Kathegorie" KLEINSTRESTE - abgeschnittene Nahtkanten oder die oberen gerollten Kanten der alten Postsäcke. Ausser, die Nahtkanten mal als Schlaufe zu verwerten, hatte ich für diese Reste nie eine zündende Idee.
 

Vor kurzem dann hatte ich wieder solch eine Kante von einem Postsack abgeschnitten und achtlos auf dem Boden liegen lassen. Mr.Gin fand das Teil unglaublich spannend und da kam mir der zündende Einfall: daraus kann man noch gut ein Hundespielzeug / "Wurfteil" zaubern. Denn, wer einen Fellträger hat, der gerne Wurfspiele macht, der weiß: auf Spaziergängen ist nicht immer ein geeigneter Stock zu finden, Tennisbälle sind nach wenigen Würfen so glibberig, dass man sie nichtmal mehr mit spitzen Fingern anfassen mag und Bälle aus Gummi sind weder umweltfreundlich noch bin ich davon überzeugt, dass es für die Fellträger so gesund ist, auf diesen Gummiteilen rumzukauen.
Also hab ich mich an einem "Upcycling-Wurfteil" versucht und erstmal einen Prototypen zusammengeschnürt - und das im wahrsten Sinn des Wortes:



Ich hatte den abgeschnittenen Rand vom Postsack (der innen eine dicke Hanfkordel hat) doppelt genommen und mit fester Schnur eng umwickelt. Dazu aus Schnur noch eine extra Kordel geflochten und an einer Seite festgebunden. Die Schnur sollte mir nicht nur als "Wurfhilfe" dienen, sondern dass man sich das Wurfteil auch mal an den Gürtel binden kann.



Mein Gedanke war dann bei dem Prototypen: Schnur ist ja an sich schonmal nicht "verkehrt" - aber was wäre, wenn man auch zum Umwickeln Reste verwenden könnte?!?
 

Und so hab ich mich dann heute morgen hingesetzt, hab Reststücke, die wenigstens noch einen halben Meter Länge hatten, in schmale Streifen geschnitten und dann an den Streifenenden aneinandergenäht (mit der Maschine) - ähnlich, wie man es ja auch bei der Resteverwertung mit T-Shirts macht, aus denen dann Taschen, Teppiche etc. gehäkelt oder gestrickt werden. Das ist zwar eine Fleißarbeit, aber mit etwas Geduld war es dann auch geschafft. Aufgewickelt wird das Streifenband zu einem dekorativen Knäul.



Und der Rest ging dann ganz fix. Die Grundlage bildete wieder die Kante von einem alten Postsack, das Anfangsstück hab ich mit wenigen Handstichen an der Kante festgeheftet, dann wurde das Band fest drum gewickelt und am Schluss auch wieder mit eineigen Stichen festgeheftet. Das Band zum werfen und festbinden ist bei diesem Modell aus einer abgeschnittenen Nahtkante entstanden.
 

Beide Modelle dann hier nochmals im Vergleich:



Und Mr.Gin war SOFORT begeistert !



Sogar den ersten "Nagetest" hat das "Wurfteil" unbeschadet überstanden!



Und danach ging es in den Garten: es war ja klar, dass ich Mr.Gin das begehrte Stück nicht einfach nur für ein Foto unter die Nase halten konnte - sein Spieleifer war schliesslich entflammt! UND ich wollte ja sofort wissen: hält das "Wurfteil"?
 

Ja, tatsächlich. An der Schnur kann man das Teil bequem wegschleudern und Mr.Gin trug es brav in der Mitte festhaltend zu mir zurück



Was er übrigens auch schnell begriffen hat: als ich das "Wurfteil" dann tatsächlich an meinen Gürtel gebunden hab, fand er das zwar anfangs "doof". Aber 2x weggenommen und am Gürtel angebunden - zwischendurch geworfen - und es war klar: Am Gürtel gehört es MIR. So entspannt hat er vorher NIE reagiert, wenn ich einen Ball in die Tasche zurückgesteckt hab.
Die anderen Fellträger, die mit rausgegangen waren, hat diese ganze Spielaktion null interessiert. Hilde ist rassetypisch ohnehin nicht so DER "Spielhund"



Sie wandert eher mehr oder weniger gemächlich durch den Garten, sichert in alle Richtungen nach vermeindlichen Gefahren oder beschimpft die Gänse des Nachbarn durch den Gartenzaun. Langsam geht es ihr auch wieder besser. Darüber bin ich sooooooooo erleichtert - na, und sie erst! Die Antibiotika scheinen zu wirken und mit dem Wasser lassen klappt es wieder immer besser. Auf diesem Foto könnte man fast glauben, sie würde sich freuen bzw. sie würde lächeln.
 

Und ich staune immer wieder, wie sie sich von dem verunfallten Hund von vor einem Jahr zu einem solch würdevollen Fellträger gewandelt hat. Wenn sie so dasteht und in die Gegend schaut, geht mir das Herz auf!



Und auch die "kleine" Yildiz entwickelt sich prächtig! Sie ist inzwischen nahezu so groß wie Hilde - man kann fast zusehen, wie sie wächst. Hilde hat ein Stockmass von immerhin 72 cm und Yildiz haben wir gestern gemessen: 70 cm und sie ist noch fast ein Welpe - ich glaube "da kommt noch was"



Und trotzdem hat sie noch so viel welpenhaftes an sich. Sie kann sich ewig mit irgendweinem Stückchen Holz beschäftigen



oder vergißt oft, dass sie tatsächlich vier Beine hat und man die auch irgendwie koordinieren muss. Da kann man dann fast glauben, als wollten die Hinterbeine die Vorderbeine überholen und sie kann mich mit ihrer tollpatschigen Art dann so zum lachen bringen.

 



Oder sie neckt dann ganz unbedarft die Älteren - da hat sie sich schon so manche Watschen eingefangen! Hier hatte sie jetzt einfach nur Glück, dass Mr.Gin sein "Wurfteil" im Maul hatte und er nur ein tiefes Knurren von sich geben konnte. Ich glaube, sonst wäre er ihr gegenüber "deutlicher" geworden.
 


Hier, auf dem Foto sieht man so schön, wie sie den Schalk im Nacken hat und überlegt, wie sie Irma den halbverrotteten Apfel im Maul abjagen könnte. Die Maus ist einfach eine Zuckerpuppe - ich könnte sie stundenlang beobachten!




Dann ging es wieder ins Haus - es ist ja doch jetzt mächtig kalt geworden. So eine feuchte Kälte, die einem in die Glieder geht. Und entsprechend verfroren sieht auch der Garten im Moment aus.



Was freue ich mich schon drauf, wenn wir die nächsten kalten Wochen hinter uns haben und der Garten dann wieder so langsam aus seinem Winterschlaf erwacht!


Aber die kalte Zeit gehört schliesslich zum Jahr dazu und ich vermute sogar, dass die WIRKLICHE Kälte uns noch bevorsteht. Na, warten wir es ab - wie gut, dass das noch keiner beeinflussen kann! Macht wir es uns also alle drinnen gemütlich, träumen wir einfach schonmal von der irgendwann kommenden wärmeren Jahreszeit und nehmen wir es einfach wie es kommt! - Eure Jacqueline