zum LADENHAUS-GEBURTSTAG

zum LADENHAUS-GEBURTSTAG gibt es noch bis einschliesslich 07.05.2017 einen 10%-GEBURTSTAGS-SALE in unserem ONLINESHOP und natürlich auch im LADENHAUS !!! auf alle Artikel,ausgenommen sind neue Magazine / Zeitschriften / Bücher, Versandkosten, die Gutscheine UND die Artikel, die in ihrer Artikelnummer ein K haben!

Beispiel: Artikelnummer 12345 ist im 10%SALE - Artikelnummer 12345K wäre NICHT im 10%SALE. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, denn in den Artikelbeschreibungen sind ja auch die Artikelnummern immer mit angegeben. Da aber unser Shop-System nicht ganz so intelligent ist und diese verschiedenen Artikelnummern nicht filtern kann beim Kauf, gibt es NACH dem Kauf innerhalb von 24 Stunden eine BERICHTIGTE BESTELLBESTÄTIGUNG, wo wir dann auch die 10% SALE dann rausrechnet haben. Wenn Sie die Zahlungsmethode Paypal nutzen möchten, erstatten wir die "zuviel" gezahlten 10% umgehend dann wieder zurück!

Freitag, 28. April 2017

Odyssee die 2. - mit Happy-End?!?.................

Die letzten Tage waren mehr als aufregend - nicht nur für uns, sondern auch für unseren "Neuzugang" Hilde. Unser Riesenmädchen mit dem "riesigen Herzen". Und ja, Hilde hat tatsächlich "Herz" - in jeder Hinsicht! Nicht nur, dass sie sich nicht die "Butter vom Brot nehmen läßt", sondern eben auch ein ungesund vergrößertes Herz. Es war so wichtig, dass die verordneten Medikamente anschlagen - denn ansonsten hätten wir bzw. die Ärzte in der Klinik ihr nicht helfen können! Und so ging es am Samstag wieder in die Klinik um zu schauen, ob die Herzmedikamente inzwischen "angeschlagen" haben...........
 

................ Die kleine Nanni musste zur Nachkontrolle wegen ihrer Wunde und bei Hilde musste ja erneut ein Herzschall gemacht werden, um zu schauen, ob sich das Herz zumindest so weit stabilisiert hat, dass das 3D-CT und Röntgenbilder gemacht werden können. Und tatsächlich, das Herzsono war soweit in Ordnung am Samstag, dass für Montag diese beiden weiteren Untersuchungen angesetzt werden konnten - was hieß: Vollnarkose. .............und da wir nun schonmal in Berlin waren, haben wir auch der Wohnung in Berlin einen "Besuch" abgestattet - haben uns noch ein paar schöne Stunden in Berlin gemacht. Und es war einfach herzerwärmend! Hilde konnte Nanni bisher nicht besonders gut leiden. Ich denke, sie ist ihr einfach noch zu jung - zu tapsig. Vermutlich hatte sie auch einfach Angst, dass die kleine Maus durch ungeschickte Bewegungen ihr weh tun könnte. Aber dieser gemeinsame Ausflug nach Berlin hat die beiden wirklich besser zusammengeschweißt. In der Wohnung lagen sie zum Schluss beide gemeinsam auf der Decke - einfach zu schön!...............
 

..........Also Montag früh ab in die Klinik. Ich hätte Zuhause ohnehin keine Ruhe gehabt, so bin ich mit nach Berlin gefahren - und hatte Lora dabei. So ganz ohne Fellträger fühle ich mich immer nur wie "in halber Mensch". Und Lora ist ohnehin so dermaßen auf mich fixiert, sie ist einfach unglücklich, wenn ich sie Zuhause lasse. Also durfte sie auch mit und wir sind weiter in die Wohnung gefahren - haben gemeinsam dort auf den Anruf gewartet: Hilde ist wieder wach, sie können sie abholen................

 

...........Und dieser Anruf kam dann am späten Nachmittag - also ab in die Klinik. Und die Antwort war wirklich niederschmetternd. Auf allen Bildern sah man deutlich, dass mit der linken Hüfte was nicht stimmte - dass der Hüftkopf nicht richtig in der Pfanne saß. Bei einem solch großen Hund eine vernichtende Diagnose! Ein künstliches Hüftgelenk hätte nichts gebracht. Es bliebt also nur eine Hüftkopf-Resektion, die bei einem solch großen Hund eigentlich ungern gemacht wird. Aber es war ihre letzte Chance auf ein schmerzfreies Leben. So stimmten wir zu. Die OP wurde sofort für den nächsten Tag angesetzt. Hilde blieb gleich in der Klinik. Eine Fahrt hin und her hätte weitere Aufregung für sie gebracht und man wollte das Herz ja schonen. Ich war so traurig - aber für sie war es einfach das Beste. Also am nächsten Tag wieder mit dem Helden nach Berlin. Ich wollte einfach in ihrer Nähe sein. Diesmal durfte Martha-Mädchen mit. Sie sollte auch mal wieder "unter Menschen" kommen - was anderes sehen. Wir finden es einfach wichtig, dass die Fellträger immer wieder auch erleben, dass es ausserhalb "unserer Welt", im Garten und in den Feldern, noch ein anderes Leben gibt. ...........
 
................Wir warteten und warteten. Ich versuchte mich abzulenken - hab in der Wohnung gewerkelt, dekoriert, umgestellt, eine unerledigte Arbeiten abgarbeitet  und Fotos gemacht (die werde ich dann im nächsten Post zeigen!).
Irgenwann kam der Anruf der Klinik: "wir konnten Hilde nicht heute operieren" - die Voraussetzungen waren einfach nicht gegeben. Ich war so entäuscht. Die ganze Angst / Sorge an dem Tag umsonst. Wie sich die Maus wohl fühlte? Es musste für sie ja wie ein Dejavu aus Griechenlandzeiten sein, wo sie monatelang in einem Zwinger in der Klinik gesessen hatte. Dachte sie womöglich, wir haben sie auch wieder verlassen? Ich weiß, das sind irrationale Gedanken. Aber sie gingen mir einfach durch den Kopf! Am Mittwoch dann wieder nach Berlin - nun wollten sie es erneut versuchen, Hilde zu operieren. Diesmal durfte die kleine Nanni mit. Die kleine Maus ist der Kracher - hat sich, egal, wo wir waren, benommen wie "eine Alte". So oft wurde ich angesprochen, was sie doch für ein braves Hundekind ist. Hat z.B. in der S-Bahn gelegen, als hätte sie in ihrem Leben nie etwas anderes gemacht. Es hat sie null interessiert, wenn sie andere, vor allem "Winz-Hunde", angekeift haben...............
 

......Und wenn man so wartet, dann wird die Zeit ja auch immer länger. Also hab ich ein "Projekt" in Angriff genommen, wo wir lange schon überlegt hatten, wie wir es realisieren können: die Terrassenbrüstung zu erhöhen...........



......Einige können sich vielleicht erinnern, wie uns die alte Usca im letzten Herbst in Berlin ausgebüchst war. Es war nie "aufgeklärt" worden, wie sie aus der Wohnung gekommen war. Über die Terrassenbrüstung oder durch die Wohnungstür in einem unbeaufsichtigten Moment. Seitdem waren wir immer schon nahezu paranoit, wenn einer der Fellträger auf der Terrasse war. Es war klar, die Brüstung musste erhöht werden, damit die "Gefahrenquelle" endlich beseitigt war. Es sollte eine Konstruktion sein, die optisch paßte, sicher war, leicht anzubringen UND den Blick nicht komplett versperrte. Man sollte sich ja nicht fühlen, als säße man im Gefängnis, wenn man auf der Terrasse war. Und da fiel mir wieder ein Foto ein, was ich vor Monaten mal im Netz gesehen hatte. Da hatte jemand einen Staketenzaun auf dem Balkon angebracht - DAS war die Lösung. Also ab zum Baumarkt (der nur eine Straße weiter ist). 2 Rollen zu je 5 Meter wurden nach Hause bugsiert, auf der Terrasse auseinander gerollt und mit verzinktem dicken Draht an der Brüstung so festgeknüppert, dass er von den Fefllträgern nicht beiseite geschoben werden kann. Ich finde, das Ergebnis ist nicht nur schön geworden, sondern erfüllt auch gut seinen Zweck! UND, die Zeit des Wartens ging gut rum. Auch wenn körperliche Arbeit ja nicht den Kopf ausschaltet, so war ich wenigstens abgelenkt!........
 

...........Nanni hat natürlich erstmal alles genausetens inspiziert! Diesen Blick aus der Wohnung durch die Tür auf die Terrasse mag ich besonders gern! Es ist ein kompletter Blick ins Grüne. Links der Knöterich hat inzwischen eine dicke "Wand" gebildet. So kann man inzwischen vom Gehweg aus auch nicht mehr auf die Terrasse schauen! Ggegenüber ein großer Garten mit Büschen und Bäumen. Ich denke, für eine Stadtwohnung ist solch eine Terrasse wahrer Luxus..........
 

...............und dann hab ich es nicht mehr ausgehalten. Seit meinem ersten Anruf um die Mittagszeit in der Klinik waren mehr als 4 Stunden vergangen. Da hatte man mir gesagt, dass sie sich an die OP gewagt hatten. Ein nicht unerhebliches Restrisiko blieb natürlich, ob Hildes Herz dieser Belastung standhalten wüde. Aber es gab keine Alternative, also haben sie operiert. "Ja, Hilde ist eben aus dem OP, sie hat die OP überstanden und beginnt gerade aufzuwachen. Können sie in etwa 2 Stunden da sein?" Ich kann nicht beschreiben, wie erleichtert ich war - die ganze Anspannung fiel ab. Ein paar Anrufe wurden erledigt und dann ging es einmal quer durch die Stadt zur Klinik. Die Ärztin hat uns dann ganz genau erklärt, was gemacht worden war: Während der Op haben sie festgestellt, dass der Hüftkopf erhalten bleiben konnte, was für die große Hilde ja auf Dauer die beste Lösung ist. ABER, WAS hatte denn nun dazu geführt, dass sie solche Schmerzen hatte? nicht richtig laufen konnte?
In Komotini / Griechenland war sie ja im Straßengraben mit diversen Knochenbrüchen gefunden worden. Die Klinik in Thessaloniki hatte sie auch geröngt gehabt und festgestellt, dass u.a. der obere Beckenbereich - die Darmschaufel mehrfach gebrochen gewesen war. DIE waren aber der Meinung gewesen, das richtet die Natur alleine (allerdings hätten die auch nicht die Kenntnisse gehabt, die Knochen wieder zusammenzuflicken). Und ein kleines Stück aus diesem Knochen war gewandert und hatte so wieder "angedockt", dass er genau ins Hüftgelenk piekte. Es wurde also keine "Standard-OP", sondern man musste sich so zu diesem Knochenteil durcharbeiten, dass nicht weitere Sehnen, Nerven, etc. beschädigt wurden und Hilde hinterher wieder laufen konnte. Diese Knochenspitze (etwa so groß wie eine Pflaume/Zwetschge) wurde dann entfernt. Dadurch saß der Hüftkopf wieder ordenlich im Gelenk und die Ärzte meinen, damit kann Hilde jetzt "100" werden und wird, wenn alles wieder verheilt ist, wieder SCHMERZFREI gehen können. Nur den Nerv, der das Bein beim Laufen "gerade stellt", den konnten sie nicht rekonstruieren. Dafür war der Unfall schon zu lange her. Sowas kann nur gelingen, wenn der Nerv innerhalb von wenigen Stunden nach dem Unfall geflickt worden wäre. Aber ich denke, ein leicht schlenkernder Gang ist kein "Beinbruch" - sie soll ja keine Pokale gewinnen. Und vieles davon werden auch die Muskeln und Bänder bestimmt noch ausgleichen, wenn Hilde erstmal wieder richtig auf dem Damm ist. Es ist wirklich einem Wunder gleich, dass Hilde nichtmal 24 Stunden später schon einen ganz anderen, viel freieren Gang hat. Und dann durften wir die Maus in Empfang nehmen. Sie hat sich so gefreut, uns zu sehen, obwohl sie noch ziemlich "benebelt" war. Dann ging es auf dem direkten Weg nach Hause...............



........Lediglich eine etwa 20cm lange Narbe zeugt noch von der schweren OP. Und ich finde, die sieht recht gut aus (auch heute noch, 48 Stunden später hat sich nichts gerötet oder gar entzündet!). Das Fell wird schnell nachwachsen, dann ist auch die Narbe nicht mehr zu sehen........
 

.......Wenn die Fäden in etwa einer Woche gezogen werden, wird es schon deutlich wärmer draussen sein und dann darf / muss Hilde schwimmen, um die Muskeln noch besser zu trainieren. Zuhause war dann erstmal ausgiebig Gassi angesagt und danach wollte sie unbedingt aufs Sofabett. Unglaublich, was sie für eine Willenkraft hat. Mit ein wenig Unterstützung hievte sie sich aufs Sofabett und hat danach nur noch geschlafen....................



........Wir (der Held und ich) denken, man kann sagen, dass Hilde nun ein unbeschwertes Leben wird leben können. Sie ist jetzt ausgeglichen, wirkt nicht mehr so reizbar, verträgt sich mit den anderen Fellträgern, raunzt sie nicht mehr so agressiv an, wenn sie ihr zu nahe kommen. Natürlich wird sie schon vom Wesen her immer ein Fellträger sein, die lieber für sich ist und sich alles eher aus der Ferne anschauen wird. Nicht auszudenken, was aus ihr geworden wäre, wenn sie aus der Klink direkt ins öffentliche Shelter gekommen wäre. Was müssen das für Schmerzen gewesen sein - und dass man bei solchen Schmerzen agressiv wird, das ist doch normal. Niemand wäre dort auf den Gedanken gekommen, dass sie aufgrund von Schmerzen so agressiv ist. Bei aller Hingabe der Pfleger dort wäre sie wohl in einem Zwinger dort "verrottet".
So hat die "Odyssee" der großen Hilde doch ein gutes Ende genommen und wir werden alles tun, dass sie ihre verbleibenden Jahre ein glückliches Hundeleben führen kann - Eure Jacqueline



Samstag, 15. April 2017

genau vor einem Jahr mit 10 % ...............................

Heute genau vor einem Jahr war die Schlüsselübergabe zum Ladenhaus - ja, es ist tatsächlich schon wieder ein Jahr her!................



........Wer mal schauen möchte, wie Haus und Garten am Tag der Schlüsselübergabe ausgesehen haben, kann gerne nochmals HIER SCHAUEN (KLICK) - aber keinen Schreck bekommen, bei den Farben damals hätte man "blind" werden können! Und ja, es war SEHR viel Arbeit, die wir uns das vorgenommen hatten!.............
 

.................was haben wir in den kommenden Wochen / Monaten geraxt - und vieles, was wir und vorgenommen haben, konnten wir auch umsetzen. Ohne viele helfende Hände von Familie, Freunden und Mitarbeitern hätten wir das niemals geschafft ...........
 

............... Es wurde ein ganzer Container Bauschutt aus dem Haus getragen, viele Eimer Lehmfarbe verstrichen, unzählige qm Lehmputz freigelegt und auch viele Liter Lackfarbe an Türen, Fenstern und Böden verstrichen............
 

 .........es wurdem teilweise wahre Patina-Schätze an den Wänden freigelegt...............



...................es wurde gesägt, gehämmert, gebohrt - eben das ganze "Programm", bis der Laden so war, dass er dann eröffnet werden konnte......
 

..........Und all die Mühe hat sich so sehr gelohnt - der größte Lohn für uns ist noch immer, wenn Kunden kommen, durch die Räume wandern und uns dann fragen, wohnen Sie hier auch - es wirkt hier alles so wohnlich, gemütlich, harmonisch, friedlich - so möchte ich auch wohnen. Ein größeres Lob gibt es für mich nicht!............



...........wie oft hab ich abends noch bis in die Dunkelheit mit dem Held im Wintergarten gesessen - haben wir Pläne geschmiedet, was wir wie gestalten könnten............
 

..........so manches Projekt fiel uns (also eher mir) noch kurz vor knapp ein, wurden Handwerker angefleht, uns doch bitte noch mit in den Terminkalender einzubauen, dass noch rechtzeitig alles fertig wird.................



.........manche Wünsche, Träume, Ideen liessen sich dann aber doch nicht so schnell umsetzen, wie ich es mir gewünscht hätte - wie z.B. einen Hühner/Entenstall. Aber es müssen ja auch noch Ziele und Träume bleiben!...................
 

........immerhin, eine Schwimmgelegenheit für Enten wäre ja schonmal da - ob wir es in diesem Jahr dann schaffen, diesen Traum umzusetzen?...............



.............auf jeden Fall möchtem wir mit Euch feiern und uns auch bei Euch unzähligen Kunden mal wieder bedanken! Viele Kunden begleiten uns schon seit vielen Jahren, es sind vielfach herzliche "Verhältnisse" entstanden - ich finde, das ist mal ein DANKESCHÖN wert, denn treue Kunden empfinden wir als große Auszeichung! ................



.......Darum gibt es ab heute 15.04. die nächsten 3 Wochen  bis einschliesslich 07.05.2017 einen 10%-SALE  in unserem ONLINESHOP und natürlich auch im LADENHAUS !!! auf alle Artikel,ausgenommen sind neue Magazine / Zeitschriften / Bücher, Versandkosten, die Gutscheine UND die Artikel, die in ihrer Artikelnummer ein    K   haben!...............
 

.....Beispiel: Artikelnummer 12345 ist im 10%SALE - Artikelnummer 12345K wäre NICHT im 10%SALE. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, denn in den Artikelbeschreibungen sind ja auch die Artikelnummern immer mit angegeben. Da aber unser Shop-System nicht ganz so intelligent ist und diese verschiedenen Artikelnummern nicht filtern kann beim Kauf, gibt es NACH dem Kauf innerhalb von 24 Stunden eine BERICHTIGTE BESTELLBESTÄTIGUNG, wo wir dann auch die 10% SALE dann rausrechnet haben......



....................ich hoffe, dass ich das halbwegs verständlich erklärt hab und wünsche allen unseren Kunden viel Freude beim stöbern und kaufen! - Eure Jacqueline

Freitag, 14. April 2017

eine Odyssee - wer weiß, wohin........................



Dieser Post heute wird mal wieder ein "echter" Hundepost - und es ist eine lange Geschichte! Eine lange Odyssee, von der noch niemand weiß, wie sie im Endeffekt ausgehen wird..............



......Es ist die Geschichte einer Riesenhündin, die am 13.12. im Straßengraben in Komotini / Griechenland gefunden worden war - abgemagert bis auf die Knochen lag sie da und konnte nicht mehr aufstehen.........
 

 ........Die Tierschützer hatten sie auf der täglichen Fütterungstour gefunden, wo sie die Plätze der Hunde anfahren, die ausserhalb der Shelter leben und regelmäßig gefüttert werden. Eine Arbeit, die nicht nur viel Logistik erfordert, sondern auch Zeit, denn diese Plätze liegen meistens ausserhalb der Stadt - kleinere Brachen oder auch verlassene Industriegelände usw. damit sie möglichst niemanden stören. Wie lange die Riesenhündin da gelegen hat, kann keiner sagen - sie konnte nicht mehr aufstehen. Hatte kleine Wunden überall am Körper und konnte nicht mehr aufstehen. Die Vermutung liegt nahe, dass sie einem Auto in die Quere gekommen ist. Und kaum einer weicht auf den Straßen einem Hund aus - im Gegenteil, teilweise werden die Hunde mit den Autos dort sogar noch gejagd. Etwas, was man sich eigentlich als "normal gepolter Mensch" garnicht vorstellen kann. Die völlig ausgekühlte Riesenhündin wurde also ins Auto verladen, und kam zum ersten Checkup auf die Krankenstation im öffentlichen Shelter. ...........



...........Ziemlich schnell war klar, sie muss sofort geröngt werden. Es wurde vermutet, dass sie Brüche im hinteren Bereich hat. Nun ist das in Griechenland nicht so einfach, wie wir uns das vorstellen. Komotini liegt etwa 150 km von Thessaloniki entfernt. Ein Pfleger ist den ganzen Tag unterwegs und es kostet viel Sprit. Zum einen, ist der Pfleger nicht da, fehlt er bei der Betreuung der verbliebenen Tiere im Shelter - und für einen Hund "lohnt" die Fahrt kaum. Auf der Krankenstaion an sich fehlt es an ALLEM und genau zu dieser Zeit, war auch dem einzigen Tierarzt im Shelter von der Stadt gekündigt worden. Es herrschte also ziemliches Chaos. Dazu kamen die Witterungsverhältnisse - es begann zu schneien - ein Wetter, dass in Griechenland nicht "normal" ist. -10° in den Nächten...........



..........die Hundepaten begannen für die Riesenhündin (und einige andere Notfälle) zu sammeln, dass die Fahrtkosten getragen werden konnten und die Tiere in die Klinik nach Thessaloniki gebracht werden konnten. Am 19.12. war es dann soweit. Sie wurde nach Thessaloniki in die Tierklinik gebracht...........

 

...............Um die Weihnachtszeit steht auch Griechenland die Welt fast "still". Die Riesenhündin, die inzwischen auf den Namen Martha getauft war,  wurde zumindest noch geröngt. Die Wirbelsäule war zum glück unverletzt - ABER die Hüften waren mehrfach gebrochen..............



..............eine finanziell verheerende Diagnose und bei einem solch großen Hund (Schulterhöhe ca. 72 cm)  mit entsprechendem Endgewicht später sowieso. Die Tierklinik in Thessaloniki wollte es trotzdem wagen - was mit den OP-Kosten und der Nachsorge sein würde, stand erstmal in den Sternen. Es war auch klar, sie würde lange in der Klinik bleiben müssen - sie musste ohnehin für die OP erstmal ein wenig zulegen. UND es wurde Herzwurm festgestellt, der dringend behandelt werden musste. Eine typische Mittelmeerkrankheit, die über eine besondere Mückenart dort übertragen wird. ..........



............am 30.12. war es dann soweit - Martha wurde operiert. Bekannt ist, dass auf jeden Fall der eine Hüftkopf entfernt wurde. Eine bei einem solch großen Hund riskante OP - aber die Alternative wäre einschläfern gewesen. Also erstmal KEINE Option.............



...........Dann hiess es erstmal warten - würde Martha wieder aufstehen / stehen / gehen können? Würde die OP den gewünschten "Erfolg" bringen? Und ja, das "Wunder" geschah - am 03.Januar machte Martha ihre ersten Schritte. Noch immer klapperdürr muss sie aber über einen unbändigen Lebenswillen verfügen. Und immer wieder hieß es in den Nachrichten aus der Klinik: sie ist so geduldig, lieb und freundlich..............


......Dann kamen die Nachrichten, sie hätte an dem rechten Bein ein "neurologisches" Problem - aber
das würde sich mit der Zeit geben. ...........sie kam langsam zu Kräften .........eine Pflegerin dort bemühte sich besonders um Martha. Begann mit kleinen Spaziergängen. Aber wie das in einer Klinik so ist, viel Zeit bleibt für den einzelnen Hund nicht - UND, auch wenn es eine Klinik ist, kann man die Praxen und Kliniken dort nicht mit denen bei uns in Deutschland vergleichen. UND jeder Tag kostet natürlich auch Geld / viel Geld - also wurde weiter gesammelt. Jeder versuchte auf seine Art zu helfen. Wir versteigerten ein antikes Legeei - eine befreundete Händlerin aus der Schweiz übernahm sogar für einen ganzen Monat die Klinikkosten für Martha. Dann war sie kräftig genug, dass sie die Herzwurmbehandlung bekommen konnte - eine Behandlung, die, wenn das Serum gesetzt wird, nicht nur weh tut, sondern auch bedeutet, dass der Hund dann wieder 4 Wochen strenge Ruhe halten muss, damit es nicht zur Thrombose oder Schlanganfall kommt. Und diese Behandlung hat sie / Martha auch mit Bravur hinter sich gebracht. Wieder zeigte sich, welch unbändigen Lebenswillen sie haben muss..............

 

..........Die ganze Zeit schon machte sich der Hundepaten e.V. und somit meine Freundin Sylvia große Sorgen: was würde aus Martha werden? Irgendwann musste eine Pflegestelle gefunden werden - oder sie kam ins Shelter zurück. Und dann? Weit und breit war keine Pflegestelle in Sicht. Entweder belegt oder sie stellten Bedingungen, dass die weiteren Kosten übernommen wurden - es wurde eine Blankozusage verlangt. Und eines war klar: Sie ist ein großer Hund - also hat sie auch entsprechend Appetit. Sie ist ein "versehrter" Hund - keiner konnte vorher sagen, welche Kosten noch entstehen würden, wenn man Martha medizinisch ordentlich weiter versorgen wollte. Was würde gemacht werden müssen, usw.. Ende März dann, als es wirklich brenzlig wurde, haben der Held und ich dann beratschlagt - wäre es uns möglich, was für Martha zu tun? Würden wir uns das zutrauen? Hatten wir die Kapazitäten? Und der Held meinte nur: das kriegen wir hin - das Rudel ist ausgeglichen, Willi hat ein gutes Zuhause gefunden - warum also sollen wir es nicht wagen? Wir machen das, wir kriegen Martha wieder hin - ABER NUR ALS PFLEGEHUND war seine Bedingung! Also wurde alles abgesprochen - Sylvia war sprachlos und hat sich gefreut wie doll. Marthas Zukunft war erstmal gesichert. Nun haben wir ja hier schon eine Martha - unser Martha-Mädchen aus Griechenland.....................



.......sie haben wir ja auch mit Hilfe unserer Tierklinik wieder fit bekommen. Heute rennt sie trotz Hüftkopf-Resektion und Stahlplatte im Vorderlauf wie ein Karnickel so schnell. Also musste die Riesenhündin einen anderen Namen bekommen. HILDE wollte der Held - also hieß sie ab sofort HILDE. Nun begann der organisatorische Teil. Sie musste für die Ausreise vorbereitet werden - meine Flüge mussten gebucht werden. Tierschützer vor Ort wurden um Unterstützung gebeten - denn ich spreche ja kein Wort Griechisch. Und am Flughafen ist es schon vor Vorteil, wenn man einen Menschen zur Seite hat, der sich mit den Gepflogenheiten auskennt, usw. Am Montag dann war es  soweit. In aller Herrgottsfrühe ging es los........
 

........Gelandet in Thessaloniki wurde ich in Empfang genommen und es ging quer durch die Stadt zur Tierklinik. Endlich durfte ich Hilde selbst kennenlernen - mir selbst ein Bild von ihr machen. Wie würde sie sein?............

 

..........sie war tatsächlich SEHR STATTLICH - immer noch mehr als schlank aber lieb / gutmütig auf den ersten Blick. Dann rückte die Tierpflegerin mit der Sprache raus: sie mag keine anderen Hunde auf ihrem Territorium, wenn sie ihr zu nahe kommen............na prima. Ist ja kein Problem, wo wir ja unser Rudel haben....

 

.....die organisierte Box war zu klein - na prima, wo es doch internationale Standards gibt, wie groß die Transportbox sein soll. Und mein Flieger ging in wenigen Stunden. Es war ein unsagbares Glück, dass der Shop, der der Tierklinik angeschlossen ist, in der hintersten Ecke noch eine passende Flugbox hatte. Wie heißt es so schön: Probleme sind dazu da, dass sie gelöst werden. Also Flugbox zusammengebaut, Leine und Halsband gekauft - denn alle Halsbänder, die wir haben, sind definitiv zu klein für Hilde und ab zum Flughafen. Hilde war die Ruhe selbst. Sie interessierte sich nicht für die Hektik am Flughafen, ging anstandslos durch die Sicherheitsschleuse, als hätte sie das schon täglich geübt, kletterte willig in ihre Box und wir konnten die Reise antreten. ...........



..............wie würde Hilde auf die Reise reagieren? Na, wie wohl, sie war die Ruhe selbst, als ich sie in Berlin aus der Box nehmen konnte. Also nicht nehmen, sondern sie stolzierte heraus. Und war DA - 40 kg Hund standen einfach da und schauten sich um. Klar, müde von der Reise - genauso wie ich............



.......Der Held und ich, wir waren beide erschrocken über ihr linkes Bein, es schlenkerte mehr, als dass sie damit laufen kann. Es war sofort klar: wir mussten sie in unserer Tierklinik auf den Kopf stellen lassen. Aber erstmal nach Hause. Was würden unsere Fellträger zu dieser Grande Dame sagen? Was würde SIE zu den anderen Fellträgern sagen? Es war schon dunkel, als wir Zuhause ankamen. Also alle Fellträger ins Haus, Auto auf den Hof und erstmal Hilde raus. Sie war ganz besoffen von den Gerüchen, pieselte und stakste durch den Hof. Dann holten wir einen nach dem anderen unsere Fellträger aus dem Haus. Die ruhigsten zuerst. Jeden knurrte sie erstmal an - ein ganz tiefes Grollen aus den Tiefen diesen Riesenhundes. Mr.Gin sagte sie sehr deutlich ihre Meinung, als er sie am Hinterteil beschnüffeln wollte. Es dauerte eine Weile, dann befriedete sich die Lage - Hilde hatte wohl verstanden: hier wohne ich erstmal - also müssen wir uns alle arangieren. Es gab einen kleinen Mitternachtssnack für sie separat und dann stakste sie erstmal durchs Haus. Treppen waren erstmal eine Kathastrophe. Naja, wirklich Treppen sind es ja nicht ins Haus hinein. 2x 2 Stufen - aber das will mit lädierter Hüfte und kaputtem Bein auch erstmal bewältigt werden. ....

 

...........alle anderen machten einen großen Bogen um sie - nur die kleine NANNI, die kennt ja keine Angst. Denkt sich immer, wenn die Großen sie anschimpfen: das meinen sie ja nicht so - da ist noch "Spielraum". Aber bei Hilde hatte sie sich dann doch "verrechnet". Sie ist wirklich friedlich, tolleriert die anderen Fellträger, aber kann es so garnicht leiden, wenn ihr der Raum zu eng gemacht wird. Sie hat eben viel HSH-Blut in sich - ist eben kein typischer "Rudelhund" sondern lieber für sich alleine. Und so bekam Nanni mächtig eins hinter die Ohren - seitdem weiß sie - schauen ja, aber kuscheln NEIN .............



......ja, und in den letzten Tagen haben wir Hilde wahrlich besser kennenlernen können. Die meiste Zeit bin ich ja mit ihr zusammen. Sie ist tatsächlich eine Seele von Hund. Man merkt ihr an: sie registriert jede Einzelheit. Lernt unglaublich schnell - aber nur, was SIE für richtig empfindet. Testet aus, was man denn tatsächlich ernst meint - stärker als jeder andere Fellträger, den ich bis jetzt kennenlernen durfte. Sie genießt es, durch den Garten zu laufen. Und schaut auch genau, was die anderen Fellträger machen. Sie versteht ja kein Deutsch - aber Handzeichen merkt sie sich sehr schnell! Als hätte sie eine Speicherplatte im Kopf. Und so ist es schon putzig: wenn ich Martha rufe (also unser Martha-Mädchen), dann kommt sie auch angeschlenkert. So hat der doppelte Name sogar sein Gutes! Der erste Termin für die Tierklinik in Berlin war dann für den nächsten Tag / Dienstag gleich angesetzt - morgens beim Gartenrundgang ist dann dieses Viedeo entstanden.........

.............Das Taxi war bestellt und stand auch frühzeitig vor unserer Tür - und Hilde wollte zuerst partout nicht einsteigen. Welch ein Glück, dass die Taxifahrerin selbst Hunde hat - sie hatte eine Engelsgeduld und irgendwann hatte Hilde das Taxi "für gut befunden" und es ging zum Bahnhof. Karten waren gekauft - aber Hilde war mit nichts zu überreden, überhaupt in die Bahn zu steigen - und die wartet ja bekanntlich nicht, bis ein Fellträger sich bereit erklärt, einzusteigen. Und Gewalt wollte ich auch nicht anwenden. Das bringt auf Dauer GARNICHTS. Erst recht nicht bei ihr - sie merkt sich ja ALLES. Also Termin abgesagt und wieder nach Hause. Hilde war sehr mit sich zufrieden. Und so gab es dann am Mittwochabend einen erneuten Termin - diesmal holte uns der Held mit dem Auto ab. Fand Hilde auch viiiiiel angenehmer, denn das Auto kennt sie ja schon!..........



.......also ab in die Klinik..............
 

.....Wir erzählten ihre Geschichte, soweit wir sie wußten, die Röntgenbilder wurden studiert und die Miene der Ärztin verdüsterte sich immer mehr. Es war sofort klar: Hilde musste geröngt werden - und wohl auch ein 3-D-MRT gemacht werden - beides geht aber nur unter Narkose. Dafür braucht Hilde ein starkes Herz! Die Ärztin hörte sie ab - dann der Schock: Hildes Herz schlug sehr unregelmäßig. War es die Aufregung? Eher nein, denn sie war ruhig, die Athmosphäre während der Untersuchung war entspannt. Also erstmal zum Herz-Sono. Wir hatten ein solches Glück, dass die Ärztin, die die erste Untersuchung von Hilde durchführte, Kardiologin ist. Besser konnten wir es nicht treffen! Das das Herzsono wurde absolviert und der Verdacht wurde Gewißheit: Hilde hat ein stark vergrößertes Herz und Herzflimmern (Vermutlich eine Nachwirkung der Herzwurmbehandlung) - eine Narkose für die weiteren Untersuchungen also erstmal undenkbar. Die Gefahr, dass sie nicht mehr aufwacht, ist zu groß. Nun muss das Herz erstmal mit Medikamenten stabilisiert werden. Es wurden außerdem alle nötigen Blutuntersuchungen veranlaßt und die Medikamente fürs Herz zusammengestellt und dann ging es mit dieser niederschmetternden Diagnose wieder nach Haus. Wir hoffen jetzt erstmal, dass sich das Herz soweit "fängt", dass dann in der nächsten Woche die wichtigen Untersuchungen gemacht werden können. So von aussen betrachtet merkt man ihr das veränderte Herz garnicht an. Sie freut sich des "Lebens"! schaukelt durch den Garten .....



......und versucht immer in meiner Nähe zu sein. Gestern musste ich einfach nur schmunzeln. Die Wohnzimmertür war offen - ich bin kurz raus, um was zu holen - komme zurück und sehe DAS.........

 

.......wie um alles in der Welt, sie auf das Sofabett gekommen ist - ich weiß es nicht ...............



...........ich denke, wenn sie wirklich was will, dann schafft sie das auch! Eigentlich die besten Vorausetzungen, dass sie wieder gesund wird!......

 

........und auch dieses Bild ist so typisch für sie und auch unsere "alteingesessenen" Fellträger - sie haben sich arangiert. Haben anerkannt: sie ist die Größte im Rudel und hat ihre Eigenheiten - das wird akzeptiert - alle halten den gewollten Abstand,..............
 

............. aber sind trotzdem beieinander ...............



.....und eines darf man dabei nun wirklich nicht vergessen: das Rudel kennt sich - es sind acuh von den Anlagen her "Rudelhunde" und Hilde definitiv eine Einzelgängerin - ein HSH. Und wenn man das bedenkt, dann muss ich sagen, es grenzt wirklich schon an ein Wunder, dass es hier dermaßen friedlich abgeht. Alle richten sich nach ihr. Ist sie aufmerksam, dann sind es alle anderen auch - ist sie ruhig und entspannt, sind es alle anderen auch! Die Einzige, die so überhaupt nichts auf das gibt, was Hilde erwartet, die sie schlicht mit Nichtachtung belegt, ist unsere weise alte Usca. Die wird aber auch nicht angegrummelt, wenn sie zu nah an Hilde dran ist. Und so sieht man es wieder: läßt man seinen Fellträgern ihre Eigenheiten, klären sie das Meiste ganz alleine. Ob wir Hilde jemals vermitteln werden können, steht derzeit noch absolut in den Sternen. Jetzt muss sie erstmal zur Ruhe kommen und wir werden schauen, was wir für sie tun können, dass sie ein gutes und vor allem schmerzfreies Leben führen kann - Eue Jacqueline